„StadtGrün naturnah“-Label in Bronze für Blankenburg

(derharz) Blühwiesen für Wildbienen statt kurz geschorener Vielschnittrasen. Stadtbäume, die so gepflegt werden, dass sie altern können statt gefällt und ersetzt zu werden. Vorschriften für eine lebendige Vorgartengestaltung ohne Schottersteine. Dies sind nur einige von vielen Maßnahmen, mit denen Städte und Gemeinden Punkte für das Label „StadtGrün naturnah“ sammeln können. Die Stadt Blankenburg darf sich in Zukunft mit dem Label in Bronze schmücken. Am 15. September haben Bürgermeister Heiko Breithaupt und Stadtgärtnerin Jana Schrader im Düsseldorfer Rathaus die Ehrung in Empfang nehmen dürfen. Als eine von bundesweit 16 Kommunen ist die Stadt für die Teilnahme am Auswahlverfahren ausgesucht worden.

Insgesamt 49 Kommunen haben bisher am Labeling-Verfahren teilgenommen und sorgen für mehr Natur und Lebensqualität. Das Label wird in drei Qualitätsstufen (Gold, Silber und Bronze) vergeben. Es ist für jeweils drei Jahre gültig und kann durch eine Rezertifzierung erneuert werden.

„Für uns ist die Auszeichnung Bestätigung und Anreiz zu gleich, alles zu tun um auch zukünftig den Klima- und Artenschutz in Blankenburg voran zu bringen“ sagte Bürgermeister Heiko Breithaupt im Rahmen der Preisverleihung. „Die Ehrung zeigt, dass wir mit unseren Maßnahmen  auf dem richtigen Weg sind.“

Die begehrte Auszeichnung wird seit vier Jahren vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ und der Deutschen Umwelthilfe im Rahmen des Projektes „Stadtgrün – Artenreich und Vielfältig“ vergeben. Die Zahl der zertifizierten Städte und Gemeinden steigt damit auf insgesamt 49 – mit zusammen rund 6,5 Mio. Einwohnenden.

„Diese 15 Kommunen haben eines gemeinsam: Sie sind ganz vorne mit dabei, wenn es um naturnahes Stadtgrün geht.“, sagt Janos Wieland von der Deutschen Umwelthilfe. „Dass dies kein Selbstzweck ist, hat sich gerade in Zeiten von Corona wieder gezeigt: Während der Pandemie waren wohnortnahe Parks und Grünflächen für viele Menschen die einzige Möglichkeit, sich draußen aufzuhalten. Und naturnahes städtisches Grün kann noch mehr: Es ist ein wichtiger Baustein für die Anpassung an den Klimawandel und beherbergt zudem zahlreiche Tiere und Pflanzen.“

„Viele Städte und Gemeinden erkennen gerade, dass sie naturnahes Stadtgrün brauchen, um zukunftsfähig zu werden.“ sagt auch Gerold Rechle, Vorsitzender des Bündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt“. „Der Prozess, der während des Labelverfahrens durchlaufen wird, trägt dazu bei, Flächen zu identifizieren und aktive Personen in den Kommunen zusammenzubringen. Die Kommunen berichten uns immer wieder begeistert davon, wie positiv die Effekte durch die Teilnahme sind. Daher werden wir das Label auch nach Ende des Förderprojektes weiter anbieten.“

Das Projekt „Stadtgrün – Artenreich und Vielfältig“ wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.

Weitere Informationen sind im Internet unter www.stadtgruen-naturnah.de zu finden.

Quelle und Bild: Stadt Blankenburg, 17.09.2021

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