Lyonel-Feininger-Galerie: Museum für grafische Künste

Der Haupteingang der Lyonel-Feininger-Galerie in Quedlinburg

Lyonel-Feininger-Galerie: Ausstellungshaus für die Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart

Die 1986 eröffnete und 1997 durch einen Neubau erweiterte Lyonel-Feininger-Galerie ist ein Museum für moderne Kunst und dem Werk des vielseitigen Künstlers Lyonel Feininger gewidmet. Mit der Sammlung des Quedlinburgers Dr. Hermann Klumpp verfügt das Museum über einen der weltweit bedeutendsten Bestände an Druckgrafiken Feiningers. Von besonderem Rang sind hierbei mehrere hundert Holzschnitte mit seltenen Probe- und Zustandsdrucken. Radierungen und Lithografien, zahlreiche Aquarelle und Zeichnungen sowie einige Gemälde, Fotografien und Objekte des Bauhaus-Meisters bereichern die Sammlung ebenso wie Arbeiten auf Papier vieler weiterer Künstler. In Sonderausstellungen wird zudem hochkarätige Grafik aus allen Epochen präsentiert.

2006 wurde das Museum in die Stiftung Moritzburg Halle (Saale) – Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt integriert. Beide Häuser gingen im Zuge der Stiftungsstrukturreform 2014 in die Trägerschaft der heutigen Kulturstiftung Sachsen-Anhalt über. Neben dem prominenten Kernbestand entwickelt sich die Feininger-Galerie seitdem zu einem Museum für grafische Künste. Es zeigt mit Sonderausstellungen hochkarätige Grafik aus allen Epochen. Neben internationaler Kunst schließt das Programm auch die Kunstgeschichte der Region und ihre Gegenwart ein.

Lyonel Feininger: Wissenwerts über den Namensgeber des Museums

Lyonel Feininger wurde am 17. Juli 1871 in New York geboren. 1887 Reise nach Deutschland, um Musik zu studieren. Spontane Entscheidung, doch Zeichner zu werden. Besuch der Allgemeinen Gewerbeschule in Hamburg, später der Kunstakademie zu Berlin. Mehrfache Aufenthalte in Paris. Aufstieg zu einem der gefragtesten Karikaturisten Deutschlands. Während der 1901 geschlossenen Ehe mit Clara Fürst wurden Lore (1901 – 1991) und Marianne (1902 – 1999) geboren. 1907 heiratete Feininger die Künstlerin Julia Berg. Aus dieser Ehe gingen Andreas (1906 – 1999), Laurence (1909 – 1976) und Theodore Lux (1910 – 2011) hervor.

Ab 1905 Hinwendung zur Druckgrafik, ab 1907 Übergang zur Malerei. In wenigen Jahren emanzipierte sich Feininger zu einem der wichtigsten Vertreter der Moderne. So stellte er 1913 im „Ersten Deutschen Herbstsalon“ der Berliner Galerie „Der Sturm“ gemeinsam mit Künstlern des „Blauen Reiter“ aus. 1917 folgte dort seine erste Einzelausstellung.

1917 verbrachte die Familie den Sommer in Braunlage (Harz). Hier legte Feininger sein grandioses Holzschnittwerk an. 1919 berief Walter Gropius ihn ans Bauhaus, wo Feininger „Meister der Formlehre“ wurde und ab 1920 auch die Druckwerkstatt übernahm. Höhepunkt seines künstlerischen Erfolgs war die Retrospektive zu Feiningers 60. Geburtstag im Berliner Kronprinzenpalais 1932. Nach Auflösung des Bauhauses 1932 und der Machtergreifung der Nazis 1933 siedelten die Feiningers 1937 in die USA über. Dort entfaltete der Künstler sein Spätwerk. Lyonel Feininger starb am 13. Januar 1956 in New York.

Öffnungszeiten des Kunst-Museums

Öffentliche Führungen finden jeden Sonntag von 11:00 bis 12:00 Uhr statt. Für die Führung sind neben dem Eintritt 3,00 EUR zu zahlen.

Die Eintritt beträgt 8,00 EUR, ermäßigt 5,00 EUR. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Weitere Führungen und Veranstaltungen: https://www.feininger-galerie.de/veranstaltungen/ 

Kontakt und Anschrift Lyonel-Feininger-Galerie

Museum für grafische Künste
Schlossberg 11
06484 Quedlinburg
Telefon: +49 (0)3946 / 689593-0
Mail: feininger-galerie@kulturstiftung-st.de 
Web: www.feininger-galerie.de 

Quelle: Museum für grafische Künste, 05.10.2021
Bild: Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH, Foto: Andrea Fleischmann

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